Schweizer Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR/SNO
Swiss Organ Living-Donor Health Registry SOL-DHR/SNO

BEZAHLUNG DER GESUNDHEITSKONTROLLEN

Der Kostenträger für die Gesundheitskontrollen ist die Krankenkasse des Organempfängers. Grundsätzlich werden alle Rechnungen für die Gesundheitskontrollen zuerst an das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR geschickt. Das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR prüft die Rechnung und veranlasst deren Bezahlung, sobald alle Unterlagen (z.B. vollständig ausgefülltes medizinisches Formular vom Arzt) beim Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR eingegangen sind.

Bei der Abwicklung der Bezahlung der Gesundheitskontrollen gibt es Unterschiede zu beachten:
 

  1. Für alle Lebendspender, die ab dem Datum 01.01.2012 ein Organ gespendet haben, ist die Abwicklung der Rechnung für die Gesundheitskontrollen einfach. Die Kosten für die Gesundheitskontrollen der Organlebendspender werden vom SNO Konto der Lebendspenderpauschale bezahlt.
     

  2. Für alle Spender, die vor dem 01.01.2012 ein Organ gespendet haben, leitet das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR die Rechnung mit einem Begleitschreiben an die entsprechenden Krankenkassen des Organempfängers weiter. Die Analysen für die Blut- und Urinuntersuchungen dieser Spender werden seit 1993 vom Labor Viollier kostenlos durchgeführt. Dafür gibt es keine Rechnung.
     

  3. Bei Spendern, deren Organempfänger bereits verstorben sind und die vor dem 01.01.2012 eine Niere oder einen Teil ihrer Leber gespendet haben, bezahlt die Krankenkasse des Organempfängers keine Gesundheitskontrollen mehr. Die Rechnung der Gesundheitskontrolle wird aus dem Fonds des Schweizer Lebendspender-Gesundheitsregisters SOL-DHR von Prof. Jürg Steiger bezahlt. Dieser Fonds muss immer wieder durch Sponsoren geäufnet werden.
    Für weitere Informationen lesen Sie bitte auch den Text in der Lebendspenderbroschüre unter Punkt 9 „Finanzielle Aspekte der Lebendspende“ S. 33-38.

  4. Werden vom Spender Zusatzuntersuchungen gewünscht (z. B. jährlich) ohne dass Auffälligkeiten bestehen, müssen diese Untersuchungen von der Krankenkasse des Spenders übernommen werden. Zusatzuntersuchungen, die im Zusammenhang mit der Organspende stehen, müssen vom behandelnden Arzt separat über die Krankenkasse des Organempfängers abgerechnet werden.
     

  5. Medikamente, die der Spender einnehmen muss oder der Wunsch nach zusätzlichen Analysen (z. B. weitere Blutanalysen) oder weiteren Untersuchungen (z. B. Ultraschall) werden nicht von der Krankenkasse des Organempfängers übernommen. Diese zusätzlichen Untersuchungen müssen über die Krankenkasse des Organspenders abgerechnet werden.
     

  6. Für alle Lebendspendernachkontrollen erfolgt die Abrechnung immer nach gleichem Tarif mit Tarmedposition 00.0460 (Nachkontrolle des Lebendspenders, als alleinige Leistung), unberücksichtigt, ob die Nachkontrolle beim Hausarzt, einem Nephrologen oder im Tx Zentrum erfolgte. Die Tarifposition bleibt immer dieselbe.
     

  7. Die Abstimmung für den Erwerbsausfall während des Spitalaufenthalts des Spenders und der Arbeitsunfähigkeit nach Spende muss bereits vor der Spende zusammen mit dem Tx Zentrum erfolgen. Das entsprechende Formular kann hier heruntergeladen werden oder auf nachfolgender Webseite des SVK ausgefüllt werden.

    Formular

    interaktives Formular SVK Webseite