Schweizer Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR/SNO
Swiss Organ Living-Donor Health Registry SOL-DHR/SNO

WIE UND WAS WIRD BEI DEN GESUNDHEITSKONTROLLEN KONTROLLIERT?

Das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR veranlasst periodische Gesundheitskontrollen gemäss Transplantationsgesetz und Empfehlung der SAMW. Die Blut- und Urinuntersuchungen werden zentral vom Labor Viollier mit gleicher Methodologie durchgeführt. So können die Resultate der Gesundheitskontrollen miteinander verglichen werden. Bei Spendern aus dem entfernten Ausland, die für eine Gesundheitskontrolle nicht in die Schweiz kommen können, werden Blut und Urin im Heimatland der Spender analysiert und die Resultate SOL-DHR übermittelt.
                                                        

Notwendige Untersuchungen bei NIERENspendern Notwendige Untersuchungen bei LEBERspendern


Der Arzt, bei dem die Gesundheitskontrolle durchgeführt wurde, retourniert die ausgefüllten medizinischen Blätter und die Rechnung der Gesundheitskontrolle an das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR.

Das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR kontrolliert die Rechnung der Gesundheitskontrollen der Organlebendspender und veranlasst deren Bezahlung

Die Gesundheitskontrollen erfolgen in regelmässigen Abständen nach einem Schema
(siehe Tabelle: Nierenspender Leberspender.
In der Tabelle ist auch angegeben, welche Unterlagen der Spender erhält.

Auch Spender mit Wohnsitz im Ausland werden regelmässig gesundheitlich nachkontrolliert. 

Die Resultate der Gesundheitskontrollen der Spender werden in das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR aufgenommen und mit den vorherigen Werten verglichen.

Ebenso wird überprüft, ob die verabreichten Medikamente ausreichend und nierenschonend sind. Das Lebendspender-Gesundheitsregister SOL-DHR informiert den Spender und den behandelnden Arzt bei Abweichungen von den Normwerten über mögliche gesundheitliche Risiken und zu ergreifende Massnahmen.

Die erfassten Resultate der Gesundheitskontrollen der Nieren- und Leberspender werden vertraulich behandelt und in anonymisierter  Form ausgewertet. Die Auswertungen helfen, gesundheitliche Beeinträchtigungen der Lebendspender früh aufzudecken und neue Erkenntnisse über die Organlebendspende zu gewinnen, um künftige Organlebendspender und behandelnde Ärzte besser informieren zu können.